Feuerwehr Potsdam       Unwetter über Brandenburg



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10.1.2015 - Unwetter

Leitstelle Nordwest

Am Samstag, dem 10.01.2015 liefen ab circa 15.00 Uhr in der Regionalleitstelle Nordwest fortlaufend Notrufe auf Grund des schweren Unwetters ein. Beginnend im Landkreis Prignitz, zog die Unwetterfront über die Landkreise Ostprignitz - Ruppin, Havelland bis in die Landes-hauptstadt Potsdam.

Aus den vielen eingehenden Notrufen heraus wurden bis heute 20:45 Uhr durch die Regionalleitstelle in Potsdam Feuerwehren der drei Landkreise sowie der Landeshauptstadt zu 190 Einsätzen alarmiert. 51 der Einsätze wurden für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin, 48 für den Landkreis Havelland, 56 für den Landkreis Prignitz und 35 für die Landeshauptstadt Potsdam disponiert.

Ein großer Anteil der Schäden wurde durch umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste verursacht. In vielen privaten Haushalten kam es zu Stromausfällen, weil es zu erheblichen Schäden an der elektrischen Infrastruktur gekommen ist. Durch das Unwetter wurden keine Personen verletzt.

In der Landeshauptstadt Potsdam kollidierte eine S-Bahn mit einem umgestürzten Baum, der die Gleise blockiert hatte. Bei diesem Unfall wurden keine Personen verletzt. Jedoch war die S-Bahn nicht mehr fahrbereit und folglich war es notwendig, dass die Feuerwehr die S-Bahn evakuierte. Es mussten 72 Personen evakuiert und zurück zum Hauptbahnhof Potsdam gebracht werden. Die Berufsfeuerwehr war gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Drewitz und Babelsberg/Klein Glienicke mit insgesamt 5 Fahrzeugen und 15 Einsatzkräften vor Ort und wurde dabei von der Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH unterstützt, die mit einem Bus die Personen abtransportierte. Der Unfall ereignete sich auf der Strecke zwischen Bahnhof Babelsberg und dem Bahnhof Griebnitzsee kurz vor der August-Bebel-Straße.

Im Landkreis Havelland wurde in den Ortslagen Ketzin und Rathenow jeweils ein Gasgeruch wahrgenommen. Hier kam die Feuerwehr zum Einsatz, um eine mögliche Brandentstehung zu verhindern. Jedoch konnten in beiden Ortslagen keine gefährlichen Konzentrationen festgestellt werden, die Ursache für diesen Geruch ist bislang ungeklärt.

Seit 20:30 Uhr kommt es noch zu vereinzelten Einsätzen, die im Zusammenhang mit dem Unwetter stehen.

Eine ähnliche Schadenslage hatte es bereits am Vortag gegeben, als am Nachmittag innerhalb von 3 Stunden 150 Einsätze abgearbeitet werden mussten.


Dirk Häusler
Einsatzleiter Feuerwehr Potsdam



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