Feuerwehr Potsdam       Löschgruppenfahrzeuge KzS 8 bis LF 10

 

Löschgruppenfahrzeuge KS 8, KzS 8, LLG, LF, LF 8, LF 8/6, LF 10/6, LF 10

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF 8/6 Baujahr 2001
LF 8/6 der freiwilligen Feuerwehr Potsdam Satzkorn

Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8/6 werden heute hauptsächlich zur Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser sowie zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen kleineren Umfangs eingesetzt. Die Unterschiede in den Bezeichnungen sind der Zeit und den technischen Parametern geschuldet. So versteht man unter einem LF 8/6 ein Fahrzeug, dass über eine fest eingebaute Feuerwehrpumpe verfügt, die eine Förderleistung von 800 Litern pro Minute hat und dessen Löschwassertank 600 Liter fasst.

Löschgruppenfahrzeug LF 10 gemäß DIN 14530-5 vom November 2011

Das Löschgruppenfahrzeug LF 10 wird überwiegend zur Brandbekämpfung, zum Fördern von Wasser sowie zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistungen eingesetzt. Es ist unter anderem mit einer vom Fahrzeugmotor angetriebenen Feuerwehrkreiselpumpe FPN 10-1000, die bei einem Nennförderdruck von 10 bar eine Förderleistung von 1000 Litern pro Minute hat, einer Schnellangriffseinrichtung bzw. einer Einrichtung zur schnellen Wasserabgabe und einen mindestens 1.200 Liter fassenden Löschwasserbehälter ausgerüstet. Die mitgeführte Schaummittelmenge muss einen mindestens zehnminütigen Einsatz eines Kombischaumrohres M4/S4-B ermöglicht.



In Potsdam und Umgebung wurden die verschiedensten Löschgruppenfahrzeuge dieser Leistungsklasse eingesetzt. In der Detailbeschreibung sind alle Fahrzeuge, die seit 1945 bei der Feuerwehr Potsdam bzw. in deren Umgebung eingesetzt wurden und werden in Wort und Bild erklärt.


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Das Leichte Löschgruppenfahrzeug oder Löschgruppenfahrzeug LF8 - Baujahr 1941

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs Baujahr 1941 in polizeigrün

Die Leichten Löschgruppenfahrzeuge (LLG), der Vorgänger hatte die Bezeichnung Kraftzugspritze KzS 8 ab 1943 wurden sie als Löschgruppenfahrzeug LF 8 bezeichnet, wurden auf 1,5-Tonnen-Fahrgestellen aufgebaut. Am häufigsten kamen die Fahrgestelle der Firmen Diamler-Benz (L 1500 S) und Opel-Blitz zur Anwendung.
Mit dem Reichsfeuerlöschgsetz von 1938 wurden die Berufsfeuerwehren zur Feuerschutzpolizei. Damit änderte sich die Lackierung der Fahrzeuge von rubinrot bzw. kardinalrot ind polizeigrün. Die Leichten Löschgruppenfahrzeuge, die als Mannschafts- und Gerätewagen konzipiert waren, hatten keine fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe. Sie wurden daher mit einem Tragkraftspritzenanhänger ergänzt. Steckleiter, Einreißhaken, Krankentrage, Gerätekästen, Schläuche und wasserführende Armaturen bildeten die Ausrüstung für eine Löschgruppe.
In Potsdam wurden nach 1945 zwei Fahrzeuge vom Typ Mercedes-Benz L 1500 S, Baujahr 1942 bzw. 1943 eingesetzt. Sie erfüllten ihren Dienst bis 1955.


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Löschgruppenfahrzeuge aus DDR-Produktion LF bzw. LLG auf Granit 27 und 30 k - Baujahr 1950 bis 1953

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF-TS 8 Granit 30 k Baujahr 1953


Nach dem Krieg wurden auf dem bewährten Phänomen-Fahrgestell aus der Zeit vor 1945 erste Fahrzeuge für die Feuerwehr hergestellt. Sie hatten keinen eingebauten Löschwassertank und keine fest eingebaute Feuerwehrpumpe. In offener Bauweise bezeichnet man sie als Zughilfsfahrzeuge (ZHF), in geschlossener Bauweise als Löschfahrzeug LF.
In geschlossener Bauweise wurde ein LF-TSA,ein Löschfahrzeug mit Tragkraftspritzenanhänger unter anderem vom VEB POLYGRAPH Feuerlöschgerätewerk Görlitz 1950-1951 produziert. Bis 1952 wurde diese Fahrzeug noch unter der Typenbezeiuchnung LLG ausgeliefert. Die Tragkraftspritze (TS) war im mitgeführten Anhänger (TSA) untergebracht,
die Saugschläuche in geschlossenen Schlauchkästen auf den Trittbrettern.
Es folgte 1951 das LF-TS 8 auf den Fahrgestellen Phänomen 27, ab 1953 auf Phänomen 30 k (55 PS). Bie diesen Bauweisen wurden die Saugschläuche offen auf den Trittbrettern transportiert.


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Löschfahrzeug LF TS 8 auf Garant 30 k - Baujahr 1956 bis 1959

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs  LF-TS 8 Garant 30k Baujahr 1957


Ab 1956 bis 1959 wurde im VEB Feuerlschgerätewerk Görlitz das LF TS 8 in geschlossener Bauweise auf dem Robur Garant 30 K Fahrgestell mit 60 PS Leistung produziert. Solch ein Fahrzeug war in der Betriebsfeuerwehr des ehemaligen Instituts für Landtechnik (heute Institut für Agrartechnik) in Bornim im Einsatz.
Es ist heute noch als Traditionsfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Grube vorhanden.


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Löschfahrzeug LF-LKW-TS 8-STA auf Garant 30 k - Baujahr 1957 bis 1961

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs  LF-LKW-TS 8-STA Garant 30k Baujahr 1957


Seit 1957 wird auf einem Garant 30 k LKW das heute noch bei vielen Jugendfeuerwehren eingesetzte Fahrzeug LF-LKW-TS8-STA produziert und in vielen freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Ausgestattet mit einer Tragkraftspritze TS 8 war es meist durch einen Schlauchtransportanhänger STA mit 420 m B-Druckschlauch und ca. 700 m C-Druckschlauch ergänzt.
Der Motor des Fahrzeuges leistete 60 PS und brachte so das Fahrzeug auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde.
Die freiwillige Feuerwehr Fahrland verfügt über ein solches Löschfahrzeug.


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Löschfahrzeug LF-LKW-TS 8-STA auf LO 1800A - Baujahr 1962 bis 1967

 Foto eines Löschfahrzeugs LF-LKW-TS 8-STA LO 1800A Baujahr 1963


Mit dem LO 1800 A entstand 1961 nun im von Phänomen in Robur (Robur (lat.) = Kraft) umgenannten Betrieb ein neues Basisfahrzeug, das auch für die Belange der Feuerwehren hergerichtet wurde.

LO ist die Abkürzung für Luftgekühlter Ottomotor und A steht für Allrad. Die Leistung des Motors erhöhte sich auf 70 PS. Das VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz produzierte den LF-LKW-TS 8-STA bis 1967. Die Türen des Fahrerhauses waren beim LO 1800 A anfangs (mindestens bis 1964) hinten angeschlagen. Danach waren sie, wie das heute üblich ist, vorne angeschlagen.

Die Freiwilligen Feuerwehr in der Umgebung Potsdams setzten dieses Fahrzeug ein.



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Löschfahrzeug LF 8-TS 8-STA auf LO 1801A / LO 2002A - Baujahr 1968 bis 1990

 Foto eines Löschfahrzeugs LF 8-TS 8-STA LO 2002A Baujahr 1980


1968 wurde der Fahrzeugtyp neu konzipiert und verbessert. Unter der Bezeichnung LF 8-TS 8-STA wurde ebenfalls im VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz ein Fahrzeug entwickelt, welches neben dem Kleinlöschfahrzeug auf einem B 1000 Fahrgestell zum Standardfahrzeug der freiwilligen Feuerwehren in der ehemaligen DDR avancierte.
Der Motor des LO 2002A (ab 1973) leistet jetzt 75 PS und brachte das Fahrzeug auf maximal 85 km/h. Durch die im Motorraum befindliche Feuerwehrkreiselpumpe FPV 8 verdoppelte sich die Gesamtpumpenleistung. Auf dem Fahrgestell wurden auch LF8-TLF, LF8-LKW, LF8-SW, LF8-MTW und LF8-GW aufgebaut.

Die Freiwillige Feuerwehren Bornstedt, Fahrland, Golm und Marquardt verfügten über solche LF 8-TS 8-STA.
Die Fahrzeuge von Golm und Fahrland wurden im Jahr 2005 ausgesondert.



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Löschgruppenfahrzeug 8 Leichtschaum 1/1 LF 8-LS1/1

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF 8-LS 1/1

Das Leichtschaum-Löschfahrzeug wurde in mehreren Losen in der
Zeit zwischen 1977 und 1988 im VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz produziert.

Im Kofferaufbau sind der zentrale Bedienstand, die Zumischpumpe und
die feuerwehrtechnische Anlage. Sie besteht aus Feuerwehr-Kreiselpumpe,
Dieselmotor, Achsiallüfter, Düsenstock und 2 Schaumbildnerbehälter.
Die Bedienung erfolgte von einem zentralen Bedienstand.

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Löschgruppenfahrzeug LF 8/6
- aktives Einsatzfahrzeug-

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF 8/6 IVECO der FF Sacrow


Mehrere Freiwillige Feuerwehren der Stadt Potsdam sind gegenwärtig mit Löschgruppenfahrzeugen LF 8/6 ausgerüstet. Das LF 8/6 ist seit 1991 genormt und ist danach das kleinste genormte Fahrzeug. Sein Vorgänger das seit 1969 genormte LF 8 war nicht mit einem fest eingebauten Löschwassertank ausgerüstet.

Es dient vornehmlich der Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser und zur Durchführung einfacher Hilfeleistungen. Das Fassungsvermögen des Löschwassertanks beträgt 600 Liter (+/- 4%). Die Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 fördert 800 Liter in der Minute und ist im Heck des Fahrzeuges untergebracht. Das LF 8/6 verfügt darüberhinaus auch noch über eine Tragkraftspritze TS 8/8.

Löschgruppenfahrzeuge LF 8/6 werden bei der Feuerwehr Potsdam von verschiedenen Herstellern eingesetzt. Bei den FF Neu Fahrland und Sacrow finden wir ein LF 8/6 von IVECO Magirus FF95E18W aus Weisweil. Die FF Eiche hat ein LF 8/6 auf einem IVECO FF75E , die FF Grube verfügt über ein LF 8/6 auf MAN 8.163 LA-CE, das mit einem 4581ccm Dieselmotor mit 142 PS ausgerüstet ist. Die zulässige Gesamtgewicht beträgt 7490 kg. Der Ausrüstungs- und Aufbauhersteller ist die Firma Albert Ziegler GmbH und Co.KG.

Die FF Satzkorn hat 2001 ein LF8/6 auf einem MAN 8.174 LA-EC L22 in Dienst gestellt.


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Löschgruppenfahrzeug LF 10


Mit der neuen Einteilung der Feuerlöschkreiselpumpen im Jahr 2002 musste die Bezeichnung der Pumpe von FP 8/8 in FPN10-1000 geändert werden und damit auch die Bezeichnung des Löschgruppenfahrzeuges in LF 10/6 ab November 2011 in LF 10.

Die DIN 14530-5 "Löschfahrzeuge, Löschgruppenfahrzeuge" vom November 2011 beschreibt das LF 10 als Löschgruppenfahrzeug, das mit mit einer Feuerlösch-Kreiselpumpe FPN 10-1000, mit einem A-Sauganschluss und mindestens zwei B-Druckabgängen sowie einem Löschwassertank, deren Volumen mindestens 1200 Litern beträgt, ausgerüstet ist. Es werden handelsübliche Fahrgestelle verwendet. Die Antriebsart kann Straßenbetrieb oder Allradantrieb sein. Die zulässige Gesamtmasse darf im Normalfall 12.000 Kilogramm nicht überschreiten.
Löschgruppen Fahrzeuge mit der Typbezeichnung LF 10 wurden bisher bei der Potsdamer Feuerwehr nicht beschafft.



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