Feuerwehr Potsdam       Löschgruppenfahrzeuge KS 25 bis LF 24

 

Löschgruppenfahrzeuge KS 25, GLG, LF 25, LF 24

 Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF 24 Baujahr 1993


LF 24 der Berufsfeuerwehr Potsdam

Löschgruppenfahrzeug diesen Typs werden heute hauptsächlich zur Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser sowie zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen eingesetzt. Die Unterschiede in den Bezeichnungen sind der Zeit und den technischen Parametern geschuldet.
In Potsdam wurden die verschiedene Löschgruppenfahrzeuge dieser Leistungsklasse eingesetzt. In der Detailbeschreibung sind alle Fahrzeuge, die seit 1945 bei der Feuerwehr Potsdam bzw. in deren Umgebung eingesetzt wurden und werden in Wort und Bild erklärt.



 

Die Motorspritze I - Baujahr 1913



Die Motorspritze I wurde am 2. Juli 1913 in Dienst gestellt. Fahrgestell und Motor waren von der Firma Namag-Lloyd Bremen. Ausgestattet war das Fahrzeug mit einem 50 PS Benzinmotor. Die Kosten beliefen sich auf 24280 Mark.

Der Aufbau und die Pumpe stammen von der Luckenwalder Firma Koebe, die Pumpe hatt eine Leistung von 1.800 Litern pro Minute.


Das Fahrzeug wurde bis 1937 eingesetzt.


 

Die Motorspritze II - Baujahr 1925



Die Motorspritze II wurde am 25. August 1925 in Dienst gestellt. Hergestellt worden war sie in der Feuerwehrgerätefabrik Hermann Köbe in Luckenwalde zum Preis von 25000 Reichsmark. Der Motor leistete 40 PS. Die Pumpenleistung betrug 1.200 Liter pro Minute.




 

Die Motorspritze III - Kraftspritze 25 - Baujahr 1937

Foto eines Löschgruppenfahrzeugs KS25 von 1937 in Polizeigrün

Die Motorspritze III (Typenbezeichnung Großes Löschgruppenfahrzeug (GLG) oder Kraftspritze 25 (KS 25)) wurde am 2. Juli 1937 in Dienst gestellt und hatte die Farbe Polizeigrün. Sie beförderte eine Löschgruppe (1+8) und war mit einer Pumpe ausgerüstet, die 2500 Liter in der Minute fördern konnte.
Die Motorspritze III, so die Potsdamer Bezeichnung für die dritte Kraftspritze, die in Potsdam zum Einsatz kam, war mit 2 C-Schlauchhaspeln ausgestattet, die seitlich am hinteren Teil der Fahrzeuge untergebracht waren. Zur Ausrüstung gehörten weiterhin Schläuche verschiedener Größen, Rettungsgeräte, Schiebeleiter und eine abprotzbare Schlauchhaspel.
Die KS 25 war auf einem Magirus FS 145 Fahrgestell aufgebaut. Der Sechszylinder Deutz-Motor leistete 110 PS.




Bilder und technische Daten der Kraftspritze KS 25


 

Das Große Löschgruppenfahrzeug - Baujahr 1942

Foto eines Löschgruppenfahrzeugs KS25 von 1942 in luftwaffengrau

Das Große Löschgruppenfahrzeug (GLG) wurde ab Mitte der 30-ger Jahre gebaut. Es befördert eine Löschgruppe (1+8), 1500 Liter Wasser und war mit einer Pumpe ausgerüstet, die 2500 Liter in der Minute fördern konnte.
Das GLG war mit 2 C-Schlauchhaspeln ausgerüstet, die seitlich am hinteren Teil der Fahrzeuge untergebracht waren. Die seitlich untergebrachten Haspeln waren durch Segeltuchplanen abgedeckt; bei späteren Bauweisen finden wir beim GLG eine geschlossene Bauweise.
Zur Ausrüstung gehörten weiterhin Schläuche verschiedener Größen, Rettungsgeräte, Schiebeleiter und zum Teil eine abprotzbare Schlauchhaspel. Diese Fahrzeuge wurden hauptsächlich auf den Fahrgestellen Mercedes- Benz L 4500 F aufgebaut, man findet das GLG aber auch auf Magirus FS 145 Fahrgestellen.
Seit 1943 werden die GLG und KS 25 einheitlich als LF 25 bezeichnet.

In Potsdam war ein ungenormtes LF 25 auf Mercedes Benz L 4500 F, mit 120 PS Leistung, Baujahr 1942, von 1947 bis ca. 1956 im Einsatz.


Bilder und technische Daten des Löschgruppenfahrzeugs LF 25


 

Löschgruppenfahrzeug LF 24 Baujahr 1993 und 1995
- aktives Einsatzfahrzeug-

Foto eines Löschgruppenfahrzeugs LF 24 von 1995

Das LF 24 ist eigentlich ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug.
Es ist ein Löschfahrzeug, das durch Komponenten eines Rüstwagens,
wie Generator und Seilwinde ergänzt und mit Hebe- und Ziehwerkzeugen ausgestattet wurde.
Die Norm DIN 14530 Teil 10 vom Januar 1987 legte die Ausstattung fest:
fest eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe FP 24/8,
Löschwassertank mit mindestens 1.600 Litern Inhalt,
200 Liter Schaummittelbehälter,
Zugeinrichtung mit maschinellem Antrieb,
Generator mit einer Leistung von 15 bis 30 kVA

Mit der Typenbereinigung für Löschfahrzeuge fiel die Norm für das LF24  1991 weg.

Die Potsdamer Fahrzeuge sind mit einer Feuerlöschkreiselpumpe FP 24/8 und einer
Hochdruckpumpe, einem Löschwassertank von 3000 Litern und einem
Schaummittelbehälter von 200 Litern sowie zwei Schnellangriffseinrichtungen ausgerüstet.
Eine Zugeinrichtung, Generator, Lichtmast, ein Hydrauliksatz mit
Hydraulikpumpenaggregat zum Betreiben von Schneidgerät,
Spreizer und Rettungszylinder ergänzt die Ausrüstung.

Bei der Berufsfeuerwehr Potsdam waren zwei Fahrzeuge dieses Typs seit 1993 bzw. 1995 im Einsatz. Ein Fahrzeug fungiert seit Februar 2012 als Reserve-Löschgruppenfahrzeug, das andere ist seit dem 30.03.2012 bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß Glienicke stationiert.

Bilder und technische Daten des Löschgruppenfahrzeugs LF 24


Alarmfahrt des LF 24 bei winterlichen Straßen


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