Feuerwehr Potsdam       Löschmittel

  Löschmittel bei der Feuerwehr


0. Löschmittel der Feuerwehr Potsdam


Als Löschmittel wird hauptsächlich Wasser eingesetzt. Als zweites
wesendliches Löschmittel fungiert Löschschaum. Beide Mittel werden
in den Löschgruppenfahrzeugen und >Tanklöschfahrzeugen mitgeführt.

So ist das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16 mit
1.600 Litern und 200 Litern Schaummittel ausgestattet.
Das Tanklöschfahrzeug TLF 24/80 führt 8.000 Liter Wasser und
300 Liter Schaummittel mit sich.

HLF 20/16

Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16 der FF Fahrland


Daneben wird als Löschmittel für elektrische Anlagen noch Kohlendioxid
eingesetzt. Die Feuerwehr verfügt über einen Feuerwehranhänger
FwA Kohlensäure-Schnee, auf dem 4 Druckflaschen mit jeweils 30 Kilogramm
Kohlendioxid angebracht sind.


Im Weiteren ein kleiner Abriss über die Löschmittel und die Entwicklung
des Löschschaums.


1. Löschmittel


Als Löschmittel der Feuerwehr wird seit jeher Wasser genutzt. Die
kühlende Wirkung des Löschwassers wird hier ausgenutzt. Wasser hat
große Vorteile. Es ist preiswert, ungiftig und steht durch die
Wasserversorgung in Städten, Gemeinden und Industrieanlagen ausreichend
vorhanden. Es kann über weite Entfernungen eingesetzt werden. Es ist
nur für das Löschen von Bränden der Brandklasse A geeignet.

fahrbare Tiene

Fahrbare Tiene in der Russischen Kolonie Alexandrowka in Potsdam


Ein großer Nachteil beim Einsatz von Löschwasser besteht im Verhältnis
des eingesetzten Mittels zu dessen Wirkung. Es müssen große Mengen
Löschwasser eingesetzt werden, wobei nur ein geringer Teil für den
herbeizuführenden Kühleffekt genutzt werden kann. Dadurch entstehen
oft unerwünschte Neben- und Folgewirkungen.

Tanklöschfahrzeug

Tanklöschfahrzeug TLF 24/50


Durch die Oberflächenspannung des Wassers kann dieses nicht in das
Brandgut eindringen. Um diese Oberflächenspannung zu verringern
können dem Wasser Netzmittel zugefügt werden. Hierfür kommen
Schaummittel zum Einsatz. Mit Netzmitteln versetztes Löschwasser
dringt nun tiefer in das Brandgut und fließt nach dem Auftreffen
auf das Brandgut nicht einfach wieder ab. Die Löschwirkung wird
erhöht.

Löschschaum entsteht in dem Wasser mit Schaummittel (Schaumbildner)
und Luft gemischt wird. Das Schaummittel wird in einem "Zumischer"
dem Wasser zugeführt, die Luft kommt im speziellen Strahlrohr hinzu.
Die Löschwirkung des Schaums liegt hauptsächlich in der erstickenden
Wirkung; die Sauerstoffzufuhr zum Brandgut wird unterbrochen. Es
erfolgt auch hier eine abkühlende Wirkung. Der Grad ist allerdings
vom enthaltenen Wasseranteil abhängig.

Weitere Löschmittel sind Pulver, Inertgase (Argon, Stickstoff) und
Kohlendioxid und Halone (chemisch wirkende Gase und Flüssigkeiten).
Das Feuer wird durch Pulver, die Inertgase und Kohlendioxid erstickt
(Sauerstoffentzug), Beim Pulver kommt wie bei den Halonen eine
Störung des Verbrennungsablaufes hinzu.



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