Feuerwehr Potsdam       Löschschaum - 1

  Löschmittel bei der Feuerwehr


2. Geschichtliche Entwicklung des Löschschaums



Das Löschen mit Schaum ist seit Februar 1877 bekannt. Der Engländer
John Henry Johnson entwickelt zu dieser Zeit erste Schaumlöschgeräte
und meldete diese zum Patent an. Es handelte sich allerdings um
chemischen Schaum, der in seiner Herstellung teuer und ungünstigerweise
elektrisch leitfähig war. Aus einer chemischen Reaktion gewonnenes
Kohlendioxid diente beim chemischen Schaum als Verschäumungsmittel.

1923 wurden in Berlin von Clemens Wagner Experimente durchgeführt,
bei denen Luft für die Schaumerzeugung eingesetzt wurde. 1928 wurden
Versuche in der gleichen Richtung von Dr. Wilhelm Friedrich durchgeführt.
Er gilt als Erfinder des "Strahlrohrschaum-Verfahrens". Das Patent
für den "Luftschaumerzeuger für Feuerlöschzwecke" wurde im Mai 1936
erteilt. Der Schaum entsteht indem in einem speziellen Strahlrohr
dem mit Schaummittel versetzten Wasser Luft zugeführt wird.

Wasser + Schaummittel + Luft = Löschschaum

Schaum kann heute durch Verschäumung im Strahlrohr, gebläseverschäumt
oder durch Zuführung von Druckluft erzeugt werden.

Löschschaum

Löschschaum bei auslaufendem Treibstoff
Übung "Roter Adler" 20.10.2007



3. Die Löschwirkungen des Schaums


Löschschaum wirkt erstickend und kühlend.


3.1 Erstickungseffekt

Der Erstickungseffekt entsteht



3.2. Kühlende Wirkung

Die kühlende Wirkung des Wassers entsteht bei dessen Verdampfung.
Durch die Anwendung von Löschschaum wird erreicht, dass das Wasser
besser eindringt bzw. länger anhaftet wodurch ein vollständiges
Verdampfen und somit ein optimaler Wärmeentzug, eine maximale
Kühlung erreicht wird.




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