Feuerwehr Potsdam       Löschschaum - 3

  Löschmittel bei der Feuerwehr


5. Schaummittel


Bei den deutschen Feuerwehren finden vor allem sogenannte synthetische
Mehrbereichsschaummittel (MBS) Verwendung, mit denen sich Schwer-,
Mittel- und Leichtschaum erzeugen lässt, d.h. das Schaummittel ist für alle
Verschäumungsbereiche geeignet. Sie sind für die Brandklassen A und B
geeignet.


Schaummittel Potsdam
Schaummittel, das in Potsdam Verwendung findet


Wasserfilmbildende Schaummittel (englisch: aqueous film forming foam,
Abkürzung AFFF) bilden zwischen Schaum und brennender Flüssigkeit einen
dampfdichten, wässrigen Flüssigkeitsfilm.

Klasse-A-Schaummittel (CAFSM) wurden als Netz- und Schaummittel für die
Brandklasse A entwickelt. Sie bestehen aus Netzmitteln und Schaumbildnern.
Die Oberflächenspannung des Wassers wird herabgesetzt und es kommt zu einer
Bläschenbildung. Das Wasser dringt schneller in das Brandgut ein und es kommt
somit schneller zum Kühleffekt. Ein großer Vorteil ist, dass sie je nach
Einsatzzweck nur mit 0,1 % bis 1,0 % dem Löschwasser zugesetzt werden müssen.
In den USA und Kanada ist die Anwendung von Class-A-Foam-Schaummitteln Standard.
Sie werden u.a. für die Waldbrandbekämpfung eingesetzt.

Fluorproteinschaummittel (FPS) und Filmbildende Fluorproteinschaummittel (FFFP)
kommen eher bei Werkfeuerwehren zum Einsatz.



Löschen mit Schaum
Z-Zumischer und 2 Löschmittelkanister


6. Zumischung des Schaummittels


Die Mischung von Wasser und Schaummittel erfolgt im Zumischer. Die
Zuführung des Schaummittels erfolgt über einen Schlauch mit D-Kupplung.
Am häufigsten werden Z- oder Turbo-Zumischer verwendet.

6.1. Z-Zumischer


Der Z-Zumischer gehört bei den meisten Löschfahrzeugen zur Grundausstattung.
Man spricht auch von einem Injektorzumischer (das Schaummittel wird
mitgerissen). Er ist leicht zu handhaben, hat eine geringe Störanfälligkeit
und ist kostengünstig.


Z-Zumischer Z-Zumischer Z-Zumischer

Z-Zumischer aus verschiedenen Zeitepochen

Die einzelnen Arten der Z-Zumischer unterscheiden sich in der Durchflussmenge
und in der Kupplungsgröße:



Die Wirkungsweise ist einfach. Der Wasserdurchfluss erzeugt im
Z-Zumischer einen Unterdruck durch den das Schaummittel quasi durch
den normalen Luftdruck in den Zumischer gedrückt wird. Am Ausfluss
entsteht ein Wasser-Schaummittel-Gemisch. Wie viel der Zumischer zusetzt,
kann meist an einem Drehregler eingestellt werden, man nennt diese
Einstellung die Zumischrate, die in Prozent angegeben wird. Der Z-Zumischer
muss immer in der richtigen Richtung (ist durch Pfeil gekennzeichnet)
eingebaut werden und auf die Größe des Schaumrohres abgestimmt sein.
Am Ausgang des Zumischers muss mindestens eine Schlauchlänge angekuppelt
sein, damit sich Wasser und Schaummittel hinreichend vermischen können.

Z-Zumischer

Z-Zumischer offen